Freitag, 15. Juni 2012

Ein kleines technisches Problem


13. Juni: Morgens ist es mit 13 Grad noch angenehm kühl, nachmittags werden es wieder 28 Grad. Wir fahren zunächst genau nach Norden, parallel der Autobahn nach Fort Collins, unterwegs Einkäufe im Walmart und Tanken. Hier in Colorado akzeptiert die Tankstelle beim Walmart (Murphy) nicht mehr die prepaid-Karte vom Walmart, ich muss meine Kreditkarte benutzen.
Beim Einsteigen stellen wir fest, dass die elektrische Trittstufe, die beim Öffnen und Schließen der Tür automatisch ein- und ausfährt, nicht mehr funktioniert. Sie bleibt jedesmal in der Mitte hängen und ruckelt eine Weile, dann nichts mehr. Ich drücke sie mit der Hand nach oben, sie kommt aber nach kurzer Fahrt wieder ganz heraus. So können wir nicht fahren. An der Autobahnauffahrt ist ein RV-Händler. Der Mechaniker stellt ein kaputtes Getriebe fest, das entsprechende Ersatzteil müsste bestellt werden, Dauer zwei Tage. Darauf können wir natürlich nicht warten. Wir schieben die Stufe nach oben, ziehen einfach den Stecker heraus und binden sie fest. Von nun an lösen wir sie, wenn wir abends irgendwo ankommen, und befestigen sie morgens wieder.

A small technical problem


June 13: In the morning it is comfortably cool at 55 F/13 C, in the afternoon it will be 82 F/28 C again. At first we drive exactly northbound, parallel to the interstate to Fort Collins, on the way grocery shopping and filling up gas. Here in Colorado the gas station at Walmart (Murphy) does not accept the Walmart prepaid card, I have to use my credit card.
Then we realize that the electric step that automatically drives in and out when opening the motorhome door does not work anymore. It gets stuck in the middle, bucks a little, and then stops. I push it up manually, but it comes down completely after a short drive. We cannot drive on this way. At the interstate exit is a RV dealer. The mechanic states a gear problem, the right spare part would have to be ordered, delivery after two days. Of course we do not want to wait. We push the step up, simply pull the plug and tie the step up. From now on we release it when arriving on a campground in the afternoon and tie it up again the next morning.

Überführung beendet, die Reise beginnt


12. Juni: Viel zu früh bin ich am Flughafen; um 16.05 Uhr kommt endlich B. an. Mit dem shuttle-Bus fahren wir zum Parkplatz, der kostet hier nur $1 pro Stunde. Kurz nach fünf geht es dann los. Und schon geraten wir in einen Riesenstau; 20 Minuten lang geht es nur im Schritttempo voran. Daher kommen wir erst um 19 Uhr am Boyd Lake State Park an, rd. 60 Meilen nördlich von Denver. Auch hier außer der Übernachtungsgebühr von $20 wieder $8 für einen day pass nur für die kurze Zufahrt zum Campingplatz.

Transfer finished, the journey begins


June 12: Much too early I am at the airport, at 16.05 B. finally arrives. We take the shuttle back to the parking lot, the parking fee here is only $1/hour. A little after 5 pm we are on the road. And after a few minutes we are in a huge traffic jam, for twenty minutes it is stop and go only. So it's 7 pm until we arrive at Boyd Lake State Park, about 60 miles north of Denver. Here, too, besides the overnight fee I have to buy an $8 day pass for the short drive to the campground.  

Dienstag, 12. Juni 2012

Warten in Denver


Seit gestern mittag (11.06.) stehe ich im Cherry Creek State Park in Denver bei perfektem Wetter. Bis hierhin waren es 1.880 Meilen, und ich hätte sie sogar in dreieinhalb Tagen schaffen können. In ein paar Stunden fahre ich zum Flughafen, dann geht es endlich zu zweit weiter. So ganz toll ist es nicht, allein unterwegs zu sein.







Der Campground im State Park am Rand der Stadt ist sehr hell und weitläufig. Und er hat tatsächlich Wlan ! Andererseits hat er die teuerste Mautstraße, die ich je gefahren bin. Neben der Übernachtungsgebühr von $18 (ohne Anschlüsse) bzw. $26 (full hook-up) muss nämlich für jedes Fahrzeug, das in den State Park fährt, ein Tagespass von $9 bezahlt werden, und das auch für die knappe Meile zum campground. Dafür darf ich aber am nächsten Tag kostenlos wieder hinaus fahren ! Anders gerechnet sind das jedes Mal $4,50 für eine Fahrt von weniger als einer Meile !

Waiting in Denver


Since yesterday (June 11) I am in the Cherry Creek State Park in Denver and the weather is perfect. So far I drove 1.880 miles, and I even could have made it in three and a half days. In a few hours I go to the airport, and then finally the journey will continue a deux. It's not so great to travel alone.




The state park campground at the edge of the city is very open and spacious. And it actually has Wifi ! On the other hand it has the most expensive toll road I ever drove. Besides the overnight fee of $18 (no hook up) resp. $26 (full hook up) for every vehicle entering the state park a $9 day pass has to be paid, even for the barely one mile to the campground. But in return the drive out the next day is free of charge! Calculated in a different way that is $4.50 for each way of less than a mile.

Montag, 11. Juni 2012

Endlich durch Kansas


Nachtrag: Ich nehme alles zurück, was ich über den Ellis Campground geschrieben habe und was irgendwie positiv erscheinen könnte. Es ist ein Ort des Grauens !! Mitten durch den Ort und damit keine 100 m vom Platz entfernt verläuft die Bahnstrecke von Kansas City nach Denver. Wer schon einmal in den USA war, weiß, was das bedeutet. Dass die Erde bei den endlos langen Güterzügen leicht bebt, wäre ja noch zu ertragen. Viel schlimmer sind die ständigen durchdringenden Fanfarenstöße der Lokomotive, die man meilenweit hört. Den ganzen Nachmittag und Abend war Ruhe, aber zwischen Mitternacht und fünf Uhr kommen mehrere Züge, dann wieder nichts bis neun Uhr.

Ich bin zwei Tage zu früh für mein Airport-Date. Aber es läuft natürlich nur deshalb so gut, weil ich diese zwei Tage für unvorhergesehene Probleme in Reserve habe. Erst um 10 Uhr fahre ich weiter. Der Himmel ist blau, aber es ist sehr stürmisch. Der Sturm wird immer schlimmer, und auf fast 100 Meilen ist der böige Seitenwind so stark, dass ich von den gewohnten 60 auf unter 50 Meilen pro Stunde heruntergehe und trotzdem größte Mühe habe, den Wagen auf der Straße zu halten. In der typischen Kansas-Landschaft – rundum flach und öde bis zum Horizont – gibt es auch nichts, was den Wind bremsen könnte. Die schlimmste Fahrt, an die ich mich erinnern kann. Wohl eher zufällig wird der Wind in der Nähe der Grenze zu Colorado endlich wieder etwas schwächer.

Schon nach dreieinhalb Stunden gehe ich auf einen campground in Colorado, 130 Meilen vor Denver, weil er ein gutes Wlan hat und ich so den Rest des Tages besser verbringen kann als allein in einem State Park.