2.
Juli: Heute machen wir einen großen Fortschritt beim Wetter: Der
Himmel ist zwar gleichmäßig grau, aber es regnet keinen Tropfen !
Endlich
geht es weiter, unser Ziel heute ist Kelowna. Kurz hinter Sicamous
stockt der geringe Verkehr; mit schwerem Gerät wird auf der Straße
und auf beiden Seiten Geröll bewegt. Hier ist wohl eine Gerölllawine
herunter gekommen. Auf einem Parkplatz neben der Straße ist über
ein Dutzend Autos teilweise bis zu den Scheiben begraben.
Vor
Vernon ändert sich die Landschaft. Die Berge werden niedriger und im
breiten Okanagan-Tal ist viel Obstanbau zu sehen. In Kelowna halten
wir an einem großen Schild „U-Pick“, hier kann man selbst
Erdbeeren pflücken. Schon nach knapp fünfzehn Minuten haben wir 1,5
kg, so dicht und reif hängen die Beeren an den Stauden.
Wie
wir vorher im Internet gesehen haben, sind Campingplätze um Kelowna
im Juli recht teuer und meist voll belegt. Einer gefiel uns gut,
auf einer Farm außerhalb mit nur zehn Plätzen, aber bei einem Anruf
am Vortag erhielten wir leider eine Absage. Da wir in der Nähe sind,
schauen wir ihn uns trotzdem an. Und wir können eine Nacht bleiben,
da morgens jemand abgesagt hatte. Es ist der Canyon Farms RV Park,
ein purer Luxusplatz, zehn liebevoll gestaltete, riesige Stellplätze
völlig ruhig mitten im Grünen (und hervorragendes Wlan).
Nur
zwei Kilometer entfernt (McCulloch Road) führt eine 8 km lange enge steile Schotterstraße hinauf zum Myra
Canyon, dem spektakulärsten 6 km langen Abschnitt eines Radwegs über
die stillgelegte Strecke der Kettle Valley Railway. Die enge Trasse
führt auf diesem Teilstück über 18 Holzbrücken und durch zwei
Tunnels. Mit vielen Fotopausen brauchen wir zwei Stunden für die 2
mal 6 km.