Mittwoch, 15. Juni 2011
Video zur Reise durch die Türkei
Zur Information: Wolfgang und Billie machen die Reise mit dem Wohnmobil durch die Türkei. Während ich - befreundete Hannelore - das Video inzwischen am komfortablen PC erstelle.
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Donnerstag, 9. Juni 2011
Pamukkale
Wir kommen schon am Morgen in Pamukkale an und stehen auf einem kleinen Campingplatz genau unterhalb mit Blick auf die Terrassen. Es ist über 30 Grad heiß, daher verbringen wir erst einmal einige Stunden u.a. mit mehrfachem Bad im Pool des Platzes und beobachten die Menschenmassen am Hang. Erst am Nachmittag gehen wir hinüber, aber es ist nicht leerer geworden (Eintritt 20 TL). Kurz nach dem Kassenhäuschen muss man die Schuhe ausziehen und geht dann vorsichtig barfuß im strömenden Wasser den Hang hinauf. In einigen künstlich angelegten kleineren Becken am Hang kann man auch baden. Direkt oberhalb liegen die Ruinen von Hierapolis.
Mittwoch, 8. Juni 2011
Egirdir
07.06. Schräg gegenüber der Karawanserei in Sultanhani ist eine Bäckerei mit großem Sortiment, wo wir uns erst einmal eindecken. Unser nächstes Ziel ist genau westlich Egirdir am Egirdir-See. Über sehr gute Straßen schaffen wir die 310 km in vier Stunden.
Auf den letzten Kilometern haben wir tolle Ausblicke auf den blaugrün zwischen den Bergen leuchtenden See. Mitten im Ort führt eine Straße auf einem etwa einen Kilometer langen Damm in den See mit ein paar Hotels und Cafes am Ende (auf dem Foto im Hintergrund zu erahnen).
Wir treiben uns vier Stunden lang im geschäftigen Ort und auf dem Damm am See herum. Gegen 16 Uhr können wir uns beim besten Willen nicht dazu durchringen, den einzigen Campingplatz Altincamp aufzusuchen (eine kurze Besichtigung reichte), und ein schöner freier Stellplatz ist auch nicht in Sicht.
Daher fahren wir noch zwei Stunden weiter zum kleineren Salda-See. An dessen südwestlichem Ende entdecken wir ein Picknick-Gelände im Kiefernwald am Kiesstrand und bleiben dort über Nacht stehen. Um 1 Uhr klopft es am Wohnmobil, draußen stehen vier Beamte der Jandarma und fordern, die Tür zu öffnen. Sie fragen, woher wir kommen, und als sie hören “Almanya“, heißt es nur “o.k.“ und sie verschwinden wieder. Ansonsten ist es dort herrlich ruhig.
Ihlara-Schlucht
Kurz vorher halten wir in Güzelyurt, einem lebhaften Bergdorf mit Blick auf schneebedeckte Gipfel. Und trauen unseren Augen nicht. Auf dem Parkplatz steht der Wagen der Münchner, die wir trotz unterschiedlicher Routen jetzt zum dritten Mal treffen. Wir finden sie um die Ecke vor einem Lokal am Marktplatz und tauschen anderthalb Stunden lang unsere Erlebnisse aus.
Die Schlucht ist nur ein paar Kilometer weiter. Wir steigen am Südeingang ein und marschieren eine Stunde in der Talsohle bis zum Haupteingang, dort 390 Stufen hoch und rd. 25 Minuten über die Straße zurück.
Die Nacht verbringen wir in Sultanhani, westlich von Aksaray, auf Kervan Camping, den wir schon auf der Hinfahrt angesehen hatten und der damals von 20 Niederländern belegt war. Heute sind wir dort allein.
Sonntag, 5. Juni 2011
Noch einmal Wandern in Göreme
05.06. Am Morgen klettern wir wieder dreieinhalb Stunden durch zwei parallel verlaufende tiefe Schluchten und jeweils wieder hinauf, eine Variante der Tour vom Vortag.
Nachmittags wird der Roller verladen und es werden Vorbereitungen für die Abfahrt getroffen. Aber wer weiß ...
Vier Stunden Wanderung
Am Mittag unternehmen wir eine vierstündige (Berg-)Wanderung vom Campingplatz aus, um die tolle Landschaft auch einmal von ganz unten zu sehen. Es ist so beeindruckend, dass wir nun noch einen weiteren Tag bleiben wollen.
Samstag, 4. Juni 2011
Ballonfahrt in Göreme
Freitag, 3. Juni 2011
Umgebung von Göreme
03.06. Den ganzen Vormittag sind wir bei bestem Wetter mit dem Roller in der Umgebung von Göreme unterwegs. Heute haben wir unsere Taktik einmal geändert - wir fahren dahin, wo wir die großen Busse halten sehen.
Morgen wollen wir uns wieder in Richtung Westen aufmachen und über Sultanhani, Konya, Egirdir-See (Nähe Isparta) und Salda-See in den nächsten vier oder fünf Tagen Pamukkale erreichen.
Donnerstag, 2. Juni 2011
Viel zu sehen um Göreme
Das Göreme Open-Air-Museum ist UNESCO Weltkulturerbe. Der Anblick der Felsenkirchen (die unerwartet klein und eng sind) ist in der Tat teilweise beeindruckend. Da wir die Runde im Uhrzeigersinn und damit gegen den Weg der geführten Gruppen gehen, sind wir auf der ersten Hälfte allein und müssen nirgendwo warten. Insgesamt brauchen wir deshalb nur etwa 45 Minuten für den Rundgang.
Es gibt mehrere unterirdische Städte im Umkreis von Göreme, jeweils ein mehrstöckiges Höhlen-Labyrinth aus Tunneln und Räumen. Die größte ist in Derinkuyu, aber das ist auch die meistbesuchte mit dem größten Busparkplatz. Daher fahren wir lieber mit dem Roller nach Kaymakli und besuchen die zweitgrößte (Eintritt 15 TL). Die Gänge sind sehr eng und niedrig, das ist recht mühsam für breitschultrige und große Besucher. Hier sind nur relativ wenig Touristen, man kommt gut in alle Gänge und Räume. Unsere englischen Nachbarn waren heute in Derinkuyu und haben wegen Besucherstaus in den engen Gängen kaum etwas gesehen.
In Göreme
01.06. Am frühen Morgen um kurz vor 6 Uhr steigen in Göreme etwa 50 Heißluftballons auf, vom oberhalb gelegenen Campingplatz aus sind sie sehr gut zu sehen. Sie gehen teilweise tief hinunter in die Täler, dann wieder hoch. Nach etwa einer Stunde landen sie in der Umgebung.
Um 9 Uhr fahren wir mit dem Roller einen Kilometer den Berg hinunter, um uns das Göreme Open-Air-Museum anzusehen. Aber wir sehen Menschenmassen, ein Bus nach dem anderen lädt weitere Gruppen aus. Da wollen wir lieber morgen direkt nach Öffnung um 8 Uhr einen neuen Anlauf machen.
Wir drehen mit dem Roller eine Runde durch Göreme, aber da gibt es nicht viel zu sehen außer Souvenir- und Teppichläden. Als nächstes sehen wir uns das ein paar Kilometer entfernte, an einem steilen Hang liegende Uchisar an, anschließend fahren wir nach Ortahisar. Das Ortszentrum ist typisch türkisch, kein Touristenort, nur am großen Felsen in Zentrumnähe, dem Wahrzeichen des Ortes, hält ab und zu ein Bus. Während wir einen Riesendöner essen, fängt es leider an zu regnen. In einer Regenpause fahren wir zurück zum nur ein paar Kilometer entfernten Campingplatz.
Unterwegs halten wir an einer Tankstelle. Der Liter Benzin kostet 4,28 TL, das sind 1,93 Euro !! Da bleibt nur als Trost, dass der Rollertank nur ein Volumen von sieben Litern hat und wir rd. sechs Liter tanken. Allerdings verbraucht der Roller mit zwei Personen bei dem bergigen Gelände knapp vier Liter/100 km.
Den ganzen Nachmittag fallen Regenschauer und wir bleiben auf unserem Platz. Camping Kaya entspricht in etwa deutschem Standard und ist damit für türkische Verhältnisse geradezu unglaublich luxuriös (Preis 36 TL = 16,20 Euro). Es gibt sogar Wlan, aber leider nur in rd. 15 Meter Umkreis vor der Rezeption.
Sonntag, 29. Mai 2011
Kas
Am Sonntag, 29.05., regnet es erstmal bis 9.30 Uhr. Danach entschließen wir uns zur Weiterfahrt. Unser Ziel ist heute Kas, nur 115 km weiter. Unterwegs achten wir bei den vielen Tankstellen auf den Dieselpreis, überall um die 3,60 TL (1,62 Euro). Endlich kommt eine mit 1,54 Euro und wir tanken (das kann man überall mit Kreditkarte zahlen).
In Kas gehen wir auf Kas Camping, ein ziemlich kleiner und enger, aber wunderschön auf Terrassen direkt über dem Meer gelegener Platz. Wir
Dies ist erst der zweite Platz mit befriedigenden Sanitäranlagen, alles andere bisher war ausreichend bis ungenügend. Da sind die 35 TL (15,75 Euro) gut investiert. Und er hat Wlan, aber sehr instabil und langsam.
Kaum stehen wir, regnet es wieder für zwei Stunden. Danach gehen wir
Montag, 23. Mai 2011
Wir haben ein Problem ...
Aber alles der Reihe nach. Vor zwei Tagen sind wir spätnachmittags, als es am Strand zu windig wurde, noch mit dem Roller nach Kusadasi gefahren. Hochhäuser, Hotels, so weit das Auge reicht. Ein Lokal neben dem anderen an der Strandfront, und schon jetzt im Mai jede Menge Touristen. Wie soll das in einem Monat aussehen. Natürlich sind wir selbst auch Touristen, aber so ein Massenbetrieb ist nichts für uns. Da reicht eine Runde mit dem Roller und wir flüchten.
Am nächsten Morgen fahren wir weiter nach Süden, zunächst nach Priene, aber von den dortigen Ruinen sind wir etwas enttäuscht.
Etwa eine Stunde später landen wir am Bafa-See (15 km lang, 5 km breit), rd. 160 km südlich von Izmir. Dem Text eines Reiseführers vertrauend, biegen wir hinter dem See in die schmale 9 km lange Sackgasse ein, die auf die Rückseite des Sees führt. Am Ende, im Dorf Herakleia/Kapikiri, finden wir einen tollen kleinen Campingplatz (15 TL, mit Strom 20). Wir stehen rd. 15 m über dem See direkt unterhalb der Terrasse des kleinen Lokals, zu dem der Platz gehört, mit einem herrlichen Blick nach Südwesten über den ganzen See. Da wir die einzigen Gäste sind, haben wir den besten Platz zwischen zwei Felsen etwas oberhalb der eigentlichen Campingwiese belegt. Genau passend ist es plötzlich 30 Grad heiß, und wir klettern mehrmals täglich die Felsen direkt neben dem Wohnmobil (auf dem Foto ganz rechts versteckt) hinunter, um im See zu schwimmen.
Und unser Problem ? Wir stehen nun schon zwei Tage hier und haben eigentlich keine Lust mehr, weiter zu fahren. Mal sehen.
P.S. Im Dorf gibt es ein Lokal mit WLAN für die Gäste, daher dieser Bericht.
