Freitag, 20. Mai 2011

Der erste Ruhetag


Unser Campingplatz bei Dikili

Da einige Reiseberichte Troja als ziemlich enttäuschend beschreiben, lassen wir es aus (es kommen noch mehr als genug alte Steine). Schon am frühen Nachmittag fahren wir einen kleinen Campingplatz in Dikili auf Terrassen am Meer mit Blick auf die griechische Insel Lesbos an. Die Zufahrt ist eigentlich viel zu steil und eng für ein Wohnmobil. Wir sind die einzigen Gäste.

Am 19.5. ist Feiertag und wir legen ebenfalls einen Feier- und Ruhetag ein. Leider wird unser Plan, am Nachmittag mit dem Roller die vier km nach Dikili zu fahren, durch Gewitter und Regen ab 15 Uhr verhindert.

Heute, am 20.5., fahren wir nach zwei Stunden Einkäufen etc. in Dikili weiter. Jetzt stehen wir auf einem Campingplatz direkt am Meer in Pamucak, nahe bei Ephesos (kurz vor Kusadasi). Hier gibt es, leider nur direkt draußen vor einem Kiosk, endlich WLAN. Morgen wollen wir mit dem Roller nach Ephesus, und dann sehen wir weiter.

Die ersten km in der Türkei

Natürlich fahren wir mitten durch Edirne, nicht die Autobahnumgehung. Wir wollen doch schließlich etwas von der Türkei sehen. Trotz viel Betrieb und Gewusel geht es eigentlich sehr gut.

Später biegen wir nach Süden ab in Richtung Canakkale. In Uzunköprü halten wir und holen an einem Bankautomaten die ersten Türkischen Lira (TL). Bis hierher sind wir problemlos mit Euro gekommen.

Relativ spät, erst gegen 19.30 Uhr, übernachten wir dann auf einem winzigen Campingplatz unmittelbar am Ufer der Dardanellen, rd. 20 km vor Eceabat.

Die Fähre in Eceabat kostet 35 TL (16 Euro) zzgl. Parkgebühr am Anleger. Schlau gemacht durch das Internet fahren wir ca. 5 km weiter nach Kilibahit. Die Fähre kommt gerade an. wir können sofort auffahren, nach zehn Minuten geht es los, Fahrzeit 15 Minuten, Kosten 30 TL (13,50 Euro).




In der Türkei angekommen

Leider hatten wir seit vier Tagen keinen Internetzugang, so dass einiges nachzutragen ist.


Am Dienstag, 17.05., biegen wir morgens von Nis aus in Richtung Sofia/Bulgarien ab, noch rd. 100 km Landstraße. Auch hier ist überraschend wenig Betrieb.


Alle Schauergeschichten, die man im Internet über den Bulgarien-Transit findet, sind wohl viele Jahre alt und waren wahrscheinlich schon damals maßlos übertrieben. Bis auf die in der Tat etwas anstrengende Durchquerung von Sofia läuft alles recht einfach. An der Grenze SRB-BG sind wir das einzige Fahrzeug und nach zwei Minuten durch. An der nächsten Tankstelle muss man eine Vignette (Straßenbenutzungsgebühr) für 6 Euro kaufen.


Insgesamt sind es rd. 350 km durch Bulgarien, wir sind in knapp sechs Stunden durch. Auf den ersten 20 km gibt es verdächtig viele nicht nachvollziehbare Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 60 km/h mit einem Polizeiwagen hinter der nächsten Kurve, danach läuft alles flüssig. Sofia ist furchtbar, der Rest dahinter weitgehend Autobahn.


Gegen 15 Uhr sind wir an der türkischen Grenze. Dort dauert es 20 Minuten, weil der Wagen und der Roller in den Pass eingetragen werden. Und dann sind wir in der Türkei.


Montag, 16. Mai 2011

Zwischenstation Nis

Wir sind in Nis (Serbien), und stehen auf dem Parkplatz eines Motels oberhalb der Autobahn. Seit Samstag haben wir knapp 1.800 km (heute 770) geschafft. Leider hat es fast den ganzen Weg leicht geregnet bei maximal 12 Grad Celsius. Nur am Sonntag war es morgens und abends mal ein bis zwei Stunden trocken.

Heute morgen sind wir vom Stellpatz in Deutsch-Jahndorf (ein paar Kilometer vor der österreichisch-ungarischen Grenze) losgefahren. Die Fahrt durch Ungarn (ca. 350 km) und Serbien verlief völlig unproblematisch, nur der Weg durch Belgrad war bei Nieselregen und chaotischem Verkehr recht "interessant". Ab Belgrad ist die Autobahn relativ neu und ziemlich leer.

Die Maut konnten wir überall in Euro bezahlen (Preise sind in auch Euro angezeigt) und die Tankstellen nahmen Kreditkarten, also kein Geldwechsel erforderlich.

Morgen wollen wir die Türkei erreichen. Hoffentlich wird das Wetter irgendwann besser.


Foto: Von Nis nach Bulgarien

Freitag, 13. Mai 2011

In die Türkei ?? !!!

Endlich gibt es mal wieder etwas Neues. Schon jahrelang habe ich gesagt “Irgendwann mach' ich das mal, mit dem Wohnmobil in die Türkei“. Jetzt machen wir es !

Morgen, am Samstag, 14.05., geht es los, geplant sind sechs Wochen. Die Anreise soll über Österreich, Ungarn, Serbien und Bulgarien gehen, in der Türkei dann mit der Fähre über die Dardanellen (Canakkale) und die ganze Küste entlang nach Süden bzw. Südosten (Izmir, Ephesos, Pamukkale, Kas, Antalya, Anamur). Wenn bis dahin alles klappt, werden wir hoffentlich dann kurz vor Adana in Richtung Norden nach Kappadokien abbiegen. Über die Rückfahrt machen wir uns dann unterwegs Gedanken.

Und unterwegs werde ich hoffentlich öfter mal Gelegenheit haben, an dieser Stelle ein Lebenszeichen zu geben und vielleicht etwas mehr.